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Transformierende Atemerfahrungen
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(aus dem "Journal" Nr.1/2005, S. 32)
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Ich bin immer wieder berührt von der Tiefe ungewöhnlicher, ja teilweise sogar lebensverändernder Atem-Erfahrungen während Gruppen- und Einzelsitzungen. Häufig sind es Menschen, die sich das erste Mal mit dem Atem vertraut machen und völlig unbedarft, ohne irgendwelche Erwartungen sich der Kraft ihres Atems übergeben. An dieser Stelle möchte ich einen Bericht wiedergeben, den ich nach Rücksprache vermitteln darf - ein persönliches, besonders berührendes Erlebnis… - Maruscha
~~~~~~~~~~~~~~ In der Natur – Erfahrung mit dem Wu-wei-Atem ~~~~~~~~~~~~~~
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Annemarie
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Ich gehe langsam durch den Park, ich fühle und spüre intensiv und atme bewusst. Dann lege ich mich ins leicht feuchte Gras, zur Sonne hin, atme und genieße. Die Sonnenstrahlen wärmen, ein lauer Wind streichelt meine Haut, der Blütenduft des Ahornbaumes liegt warm in der Luft. All das nehme ich viel subtiler, bewusster wahr. Ich erinnere mich: beobachten, geschehen lassen, atmen lassen. Ich fühle die weiche, feuchte Erde, auf der ich liege, atme sanft und lasse geschehen. Jetzt ist es gelungen: Ich werde geatmet und bin in einer unendlichen Weite, der Himmel öffnet sich, pastellfarbig. In allen Tönen kommt er auf mich zu, hüllt mich ein, ich schwebe immer weiter, spüre mein Herz, mein Drittes Auge… ich atme nur noch aus, immer weiter.
Diese unendliche Weite und Fülle ist nicht zu beschreiben, ich liege da und mag nicht einmal mehr bewusst atmen, ein Sein-Gefühl, wie ich es noch nie erlebt habe, etwas Wohliges, Schweres und gleichzeitig ganz Leichtes ist in mir, so leicht, so durchlässig, ich fühle mich groß und gleichzeitig klein, ich fühle mich Alles – so stelle ich mir die unendliche Glückseligkeit vor, das ewige Paradies.
Annemarie Held, innerFitness®-Trainerin
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Martin
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... dann nahm ich wahr, wie Licht in jeden Winkel meines Körpers strömte, mich auflud wie eine Batterie. Alles in mir wurde freier, weiter, dehnte sich aus. Ich wurde überschwemmt von Wellen voller Glückseligkeit, die ich kaum ertragen konnte. Dann wieder war es, als ob alle Zellen meines Körpers unter Feuer stünden, Feuer, das alles verbrennt, was überflüssig geworden ist. Es fühlte sich an wie eine körperliche, seelisch, geistige Tiefenreinigung. Denn sogar mein Kopfinneres – mein Gehirn – war von diesem Feuer durchdrungen.
Martin D., Steuerberater, 37
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Marianne
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Ich hatte gerade mit dem Polaritäts-Atem begonnen, wollte bestimmte Eigenschaften mit dieser speziellen Atem-Methode in mir integrieren. Solange mein Bewusstsein noch auf der "wertenden" Ebene blieb, war für mich klar, dass es innerhalb der Dualität keinen Wert ohne Gegenwert gibt: Tag und Nacht, Feuer und Wasser, Licht und Finsternis, kalt und heiß. Der Atem führte mich etwas tiefer. Dort - auf der Ebene der Gefühle - war es dasselbe: Liebe und Hass, Freude und Trauer, Angst und Mut. Nach einiger Zeit kam ich plötzlich in einen Zustand, in dem sich diese Gegensätze aufzuheben schienen. Ich erreichte einen Punkt, an dem sich meine innerlich zitierten Worte und Bilder zu vereinigen schienen. Mein Körper schien wie von selbst zu atmen. Es fehlt mir die Sprache, das zu beschreiben. Da gab es plötzlich keine Polaritäten mehr, keine Spannungen, keine Werte. Es gab nur mich, aber nicht mein Alltags- Selbst, sondern ich erlebte mich als all DAS und doch als das EINE, vollkommen wertfrei. Es war wie eine Erlösung, eine Auflösung in meinem Mittelpunkt. Es geschah wie ein Blitz, der mir mit einem Schlag in einem Augenblick mein geborgenes innerstes Zentrum ohne Gegensätze offenbarte, jenseits aller Worte, Bilder, Gefühle. Diese Erfahrung kann ich weder mit dem Intellekt, noch mit meinem ganzen angelesenen und angelernten Wissen verstehen. Es ist ein Erleben, das auf der höchsten Ebene und zugleich in meinem tiefsten Inneren stattgefunden hat, ein Erleben, das jede äußere Form und alles, was ich bisher gelernt, gehören und gesehen hatte, übertrifft...
Marianne M., Deutschlehrerin 49
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Gundula
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Es war kein einfacher Prozess, mit der Wahrheit hinter meinen diversen Masken, die ich jetzt plötzlich erkannte, konfrontiert zu werden. Ich kam mir vor, wie eine Zwiebel, deren Schalen über den Energie-Atem schichtweise abgeschält wurden. Mit jeder Schale führte mich mein Atem weiter zu meinem innersten Kern, der etwas ganz Empfindsames zu beschützen und zu verbergen schien. Das Schlimmste auf dieser "Reise" war die Angst. Es war die Angst, eine Hülle, eine Maske nach der anderen fallen zu lassen, immer nackter zu werden, mich vollkommen zu entblößen, Überflüssiges fallen zu lassen, so nackt, bis ich innerlich völlig nackt vor mir selbst dastand, mit allen Unvollkommenheiten, die mir nach einiger Zeit gar nicht mehr so bedrohlich schienen. Sie waren Teil meines Menschseins. Ich konnte sie plötzlich akzeptieren. Da wurde mir auf einmal bewusst: Wenn ich mich nicht selbst in meinem Innersten zu entdecken und zu lieben wage, mit allem, was ist, wie kann ich dann jemals den Schöpfer, Gott, in mir und in meinen Mitmenschen entdecken? Wenn ich mich nicht in meiner innersten Nacktheit annehmen kann, die zunächst tatsächlich viel bedrohlicher scheint, als mich äußerlich nackt zu zeigen, dann lebe ich doch in einer Welt selbst geschaffenen Scheins. Ich bin dann mehr Schein, als Sein, selbst meine spirituellen Konzepte betreffend. In diesem Augenblick erkannte ich, dass ich mich bis zu dieser Atemsitzung in einem selbstgefälligen Scheinglauben bewegte und zeigte. Ich lebte gefangen in einer selbstkreierten Illusion, die einzig eine Vorstellung über Gott, über Yoga, meine Weltanschauung und über mich selbst war...
Gundula K. Yogalehrerin, 49
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Mira
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Noch nie habe ich das JA zum Leben so intensiv erlebt. Es war wie ein Bejahungs-Schrei aus allen meinen Zellen, das JA zu der, die da liegt, das JA, dass es mich gibt, das JA zu allem, was ist. Es war wie ein Orgasmus, der im Innersten meines Brustraums explodierte und statt aus den Genitalien aus dem tiefsten Punkt meines Herzens strömte, sich von dort über den ganzen Körper wellenförmig verbreitete, alle Zellen erfasste, von den Zehennägel bis zu den Finger- und Haarspitzen strömte und weit darüber hinaus. Dann war ich nur mehr Freude, Glückseligkeit und reines Bewusstsein... Stille, unendliche Stille und Frieden...
Mira M. Tänzerin, 35
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